Zurück im Diesseits des Pop: das beeindruckende Comeback der Sinéad O’Connor.
Zurück im Diesseits des Pop: das beeindruckende Comeback der Sinéad O’Connor.
Eine dieser Platten für einen guten Zweck, die einen mit ziemlich gemischten Gefühlen zurücklassen. Die Masse macht es in diesem Fall definitiv nicht – dennoch findet man neben ziemlich vielen Belanglosigkeiten einige Songs, die zu hören lohnt.
Der eine grübelt, zweifelt und springt einem mit seiner Ehrlichkeit geradezu an die Kehle – der andere sagt, “Ach!”, und produziert das womöglich befreiendste Album der Saison: zwei Songwriter, die momentan wieder zusammen auf Tournee sind und dabei jeder in ihrer eigenen Liga spielen.
44 Jahre nach seinem Debüt-Album legt Leonard Cohen ein weiteres Kapitel seines Alterswerkes vor. Mit “alten Ideen” brilliert Cohen wie lange nicht mehr: tiefgründig, witzig, weise. Respekt und Dankbarkeit für ein Album, das man kaum mehr erwartet hätte – und auf das manche ein Leben lang warten.
Eine Kreuzfahrt durch die Geschichte des deutschsprachigen Protestsongs – historisch hoch interessant, teilweise erschreckend aktuell, größtenteils aufrüttelnd und empörend bewegend, manchmal auch ein bisschen peinlich oder einfach nur schräg. Kurz: Eine gelungene Auswahl ohne Anspruch auf Vollständigkeit zum Schnäppchenpreis – Hör- und Kaufempfehlung.
Nach nur wenigen Wochen Produktionszeit begibt sich die legendäre Hip-Hop-Crew mit ihrem 13. Album auf das Terrain der Konzeptalben. Ergebnis: ein kurzer, dichter Songzyklus mit einer ungeheuren Sog- und Nachwirkung, kraftstrotzend und brilliant, existenziell und essentiell.
“There ain’t no dark ’til something shines,” sagt Townes van Zandt. Was Mirel Wagner mit Ihrem verstörenden Debut-Album eindrücklich zeigt. Hypnotischer, abgründiger und schöner Minimal-Blues. Eine ausdrückliche Empfehlung.
Vor zwei Jahren starb Lhasa de Sela. Die drei Alben der jungen Musikerin beeindrucken mit ihrer kraftvollen Lyrik und der einzigartigen Stimme indes weit über ihren Tod hinaus.